KNIEARTHROSE - THERAPIE OHNE OPERATION

Schoettle Praxis

ERNÄHRUNG UND PHYSIOTHERAPIE

Die Ernährung spielt bei der Entstehung aber auch bei der Vorbeugung und der Frühtherapie von Arthrose im Knie eine erhebliche Rolle. Mit Umstellung der Ernährung kann man eine Arthrose zwar nicht heilen, aber positiv beeinflussen. Prof. Schoettle sieht in der adäquaten Ernährung einen wichtigen Bestandteil. Eine wichtige Komponente der Ernährung bei Kniearthrose ist die Normalisierung von erhöhtem Körpergewicht durch eine kalorienreduzierte Kost. Darüber hinaus soll aber auch auf eine gute Versorgung mit Mineralstoffen, Vitaminen und Antioxidantien geachtet werden. Da eine Gelenkerkrankung eine entzündliche Erkrankung ist, und bekannt ist, dass Entzündungen im besonderen von Zucker verstärkt werden, ist zu empfehlen, eine zuckerarme Ernährung zu wählen. Das gilt nicht nur für den Zucker per se, sondern auch den in gebratenen Kohlenhydraten, fast food etc. versteckten Zuckern. Allgemein ist es so, dass selber kochen mit frischen Zutaten die beste Alternative zur Entzündungsreduktion darstellt. Gerade Gemüse und hier vor allem Laucharten sind hilfreich bei der Arthrose Vorbeugung. Auf der anderen Seite ist es nicht der Fall, das fettreiche Nahrung – im besonderen ungesättigte Fettsäuren wie Olivenöl – schädlich sei oder gar dick mache. Auch rotes Fleisch sollte zugunsten von Fisch und weißem Fleisch reduziert werden. Zu guter Letzt sollte eine gute Zufuhr von Calcium und Vitamin D gewährleistet sein, ohne dabei versteckten Zucker (fettarmer Yoghurt ist z.B. reich an Zucker) zu sich zu nehmen.

Im Zusammenhang mit Fastenkuren konnten Patienten die Gabe von Schmerzmitteln vermindern. Bereits nach 2 Wochen gingen die Gelenkschmerzen und damit der Schmerzmittelverbrauch massiv zurück. Nicht nur durch die Gewichtsreduktion, sondern auch die verminderte Zufuhr an tierischen Nahrungsmitteln: vor allem die reichlich in tierischen Fetten enthaltene Arachidonsäure wird verdächtigt, die entzündlichen knorpelschädigenden Stoffwechsel-Prozesse bei Arthrose zu verstärken. 

Auch Änderungen im Stoffwechsel und körpereigene sogenannte Endorphine – biologische Schmerzmittel – könnten akute Arthrose-Schübe und Arthrose-Schmerzen günstig beeinflussen.

Es gibt Berichte, daß Nahrungsergänzungsmittel wie Chondroitinsulfat oder Glucosamin sowie bestimmte Vitamine Symptome bei Arthrosepatienten günstig beeinflussen.

Die Physiotherapie ist ein wichtiger Baustein bei der Behandlung von Kniearthrose. Physiotherapeutische Übungen haben das Ziel, krankheitsbedingte Funktionseinschränkungen auszugleichen, die geschwächte Muskulatur zu stärken und damit den Knorpel vor weiterem Abbau zu schützen und weitere Schäden zu verhindern.

Tatsächlich kann man die Wirkung von guter und regelmäßiger Physiotherapie gar nicht überbewerten. Oft bekommen Patienten damit gerade in einem frühen Stadium die Beschwerden gut in den Griff – ohne Medikamente, Spritzen und Co. Wenn Sie also nicht ohnehin schon zur Krankengymnastik gehen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Physiotherapie findet idealerweise in enger Abstimmung zwischen Patient, Arzt und Therapeut statt und hat auch ein Augenmerk auf der Gewichtsreduktion.

Bei einer Physiotherapie sollte aber nicht nur auf die Muskulatur rund um das Kniegelenk sondern auch im Bereich des tiefen Rückens und der Bauchmuskulatur – dem sogenannten „Powerhouse“ geachtet werden, um die Belastung auf das Knie zu senken.

PRP UND STAMMZELLEN

Die erfolgreiche Therapie der Kniearthrose hängt nicht nur vom jeweiligen Stadium des Gelenkverschleiß` ab sondern orientiert sich stark an den Bedürfnissen und Lebensgewohnheiten des einzelnen Patienten. Daher konzentriert sich die konservative Therapie in besonderem Maße auf die persönliche Situation des Patienten. Kernpunkt der konservativen Therapie ist die Reduktion von außen beeinflussbaren Störfaktoren.

Als Mittel der ersten Wahl gelten in der Akutphase Medikamente mit starker schmerz- und schwellungslindernden Wirkung. Zu ihnen zählen im Besonderen die nicht-steroidalen Antiphlogistika (NSAR/NSAID) und Coxibe. Einen additiven positiven Effekt auf die Kniearthrose entwickeln nachweislich Nahrungsergänzungsmittel wie die Kombination von Glucosaminoglycan und Chondroitinsulfat

Wesentlicher Bestandteil und von enormer Bedeutung für eine erfolgreiche Therapie sind neben regelmäßiger körperlicher Betätigung des Patienten eine konsequente Physiotherapie. Das Kniegelenk ist in seiner Funktion auf die fehlerfreie Funktion der gelenkumgreifenden Muskulatur und Bänder angewiesen, sodass eine Verbesserung der Symptomatik nur durch eine Verbesserung der Muskelkraft und Mobilisierung der Gelenke erreicht werden kann. Zusätzliche Akupunkturbehandlungen und der Einsatz orthopädischer Hilfsmittel haben sich in der Vergangenheit sehr bewährt. Wir verwenden neben Bandagen und Schienen, spezielle Tapeanlagen und orthopädische Pufferabsätze zur Behandlung einer Gonarthrose.

Eine häufig durchgeführte Therapie bei aktivierter, schmerzhafter Gonarthrose ist die Injektion von Kortison in das Gelenk. Es wirkt durch die Verbesserung der Gleitfähigkeit innerhalb des Gelenks und durch die Reduktion der lokalen Entzündung in zweierlei Maß. Die Wirkung tritt erfreulicherweise bereits kurze Zeit nach Gabe ein, ist jedoch nicht von langer Dauer. Aufgrund bekannter Nebenwirkungen des Medikaments auch nach Injektion in das Gelenk sollte seine Anwendung nur auf wenige Gaben beschränkt werden. Im Knee and Health Institute verwenden wir Kortison ausschließlich in akuten Schmerzsituation und zu Beginn der Therapie in Kombination mit Hyaluron.

Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil von Knorpelgewebe und der Gelenkflüssigkeit (Synovia). Seine besondere Eigenschaft liegt in der Fähigkeit große Mengen Wasser zu binden und zu speichern, sodass die Widerstandskraft des Knorpels gegen äußere Einflüsse gestärkt wird. Es konnte nachgewiesen werden, dass bereits arthrotisch veränderter Knorpel einen reduzierten Gehalt an Hyaluronsäure aufweist, weshalb die Gabe von hochmolekularer Hyaluronsäure das bereits erkrankte Gelenk stärkt. Als Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit (Synovia) wirkt es als Schmiermittel und besitzt darüber hinaus die Fähigkeit die Viskosität der Synovia den entsprechenden mechanischen Anforderungen wie Druck- und Scherkräften anzupassen, womit die Belastung auf das Gelenk reduziert wird. Zusätzlich konnte in Studien die entzündungshemmende Wirkung der Hyaluronsäure aufgrund ihres Einflusses auf die Phagozytose nachgewiesen werden.

Ähnlich wie auch das PRP (Platelet Rich Plasma) blockiert die Hyaluronsäure die bei einer Arthrose vermehrt im Gelenk auftretenden Nitridoxide. Es neutralisiert diese freien Radikale mithilfe seine antioxidativen Wirkung .

Studien belegen inzwischen, dass die alleinige Gabe von Hyaluronsäure zu einer Schmerzreduktion durch Verbesserung der Knorpelsubstanz führt. Es ist zu beachten, dass sich hierdurch der Zeitpunkt einer operativen Intervention hinauszögern, sich eine Operation jedoch nicht vermeiden lässt. Für uns im Knee and Helath Institute ist bei einem frühzeitigen symptomatischen Knorpelschaden die Anwendung von Hyaluronsäure stets das Mittel der ersten Wahl.

Schoettle in Injektion

 

INJEKTIONS-THERAPIE BEI ARTHROSE IM KNIE OHNE OP

Häufige Gründe für eine Kniearthrose sind Lebensalter, Bewegungsmangel, Abnutzung und berufs- und sportbedingter Überlastung der Gelenke.

Arthrose kann aber auch als Folge von Unfällen, Brüchen und Sportverletzungen auftreten. Vor allem am Knie ist die Arthrose oft auf Sportverletzungen zurückführen. Eine der häufigsten Ursachen für frühe Kniearthrose ist beispielsweise eine Meniskusentfernung nach Meniskusriss. In vielen Fällen sind auch erbliche Ursachen für Arthrose verantwortlich: angeborene Fehlstellungen der Gelenke, X- und O-Beine, Hüftdysplasie, genetisch bedingte Knorpelschwäche oder andere erbliche Ursachen.

Gerade in diesen Fällen ist eine frühzeitige Behebung dieser Ursachen durch Verwenden von Einlagen, Kreuzbandrekonstruktion oder Osteotomien zur Achskorrektur enorm wichtig.

Zudem ist Sport aus mehreren Aspekten hilfreich: Fließende Bewegungen schmieren Ihre Gelenke auf natürliche Weise. In vielen Fällen kann man Gelenke aber durch Bewegung und einen guten Trainingszustand der umgebenden Muskulatur entlasten. Je besser die Muskulatur die Gelenke zusammenhält, um so besser wird die Gelenksfunktion unterstützt und die Knorpel entlastet. Regelmäßige Bewegung hilft bei der Ernährung des Gelenkknorpels. Weil Knorpel nicht durchblutet werden, ist ein Mindestmaß an Bewegung erforderlich um den Knorpel am Leben zu erhalten.

Durch Sport wird aber auch das Gewicht gehalten oder reduziert, was zu einer verminderten Dauerbelastung und damit Schonung des Knorpels beiträgt. Allgemein trägt ein normales Körpergewicht zu einer langzeitigen Schonung des Gelenkes bei.

Auch kann bei frühzeitigen Knorpelschäden die Injektion von Hyaluronsäure zur Heilung und Protektion des geschädigten Knorpels beitragen.

Die Anwendung von Hyaluronsäureinjektionen im Kniegelenk sollte in unseren Augen ausschließlich bei Vorliegen von chronischen, geringgradigen Knorpelschäden in nur einem der drei Gelenkkompartimente erfolgen. Hierbei applizieren wir für gewöhnlich drei Injektionen mit einem Abstand von einer Woche. Bei Vorliegen einer leichten Arthrose können hierbei gute Ergebnisse mit deutlicher Schmerzreduktion erreicht werden, weshalb sich Patienten oftmals nach Ablauf von 8-12 Monaten zur erneuten Hyaluronsäurebehandlung vorstellen.

In bereits fortgeschrittenen Stadien mit einer „bone-on-bone“-Situation oder bei bereits hochentzündlich veränderten Knien sind die Erfolgschancen für eine Remission bei alleiniger Gabe von Hyaluronsäure als gering einzuschätzen. Deshalb empfehlen wir alternativ die Verwendung von biologischen Verfahren wie die Kombination aus PRP und Hyaluronsäure oder aus dem eigenen Körperfett gewonnene Stammzellen.

Die Abkürzung PRP bedeutet Platelet Rich Plasma (=plättchenreiches Plasma). Es handelt sich um aus Eigenblut des Patienten gewonnenes konzentriertes Plasma, also von roten Blutkörperchen befreites Blut, welches reich an Blutplättchen (Thrombozyten) ist. Einmal in die betroffene Körperregion injiziert, degranulieren die Blutplättchen und setzen unterschiedlichste Wachstumsfaktoren (u.a. gefäß- und endothelbildende Wachstumsfaktoren, insulin-ähnliche Wachstumsfaktoren) mit enormem Regenerationspotential frei. Darüber hinaus besitzen sie die Fähigkeit antientzündlich und damit schützend auf den Knorpel zu wirken. Das bei Arthrose im Gelenk vermehrt anfallende Stickoxid wird durch das PRP neutralisiert und der oxidative Stress auf das Gelenk reduziert. PRP unterstützt zudem die Wirkung von Hyaluronsäure in der Bekämpfung von Metalloproteinasen, welche eine zentrale Rolle im Abbau von Knorpel spielen. Alle Wirkungsmechanismen zusammen genommen erklären das Heilungspotential bei der Behandlung von Knorpelschäden und Arthrose.

Die Risiken einer Behandlung mit PRP sind gering, da das Plasma aus eigenem Blut gewonnen wird und die Wirkung allein auf körpereigenen Heilungsmechanismen beruht. Im Gegensatz zum Cortison existieren keinerlei Nebenwirkungen.

Die regenerativen Effekte von Hyaluronsäure und PRP auf den Knorpel ergänzen sich hervorragend, weshalb wir eine Kombinationstherapie favorisieren. Grundsätzlich können erste Effekte bereits nach der ersten Behandlung beobachtet werden. Für optimale Ergebnisse empfehlen wir jedoch abhängig von der Größe des Knorpelschadens 3-4 Eigenbluttherapien, die unmittelbar in das Gelenk gespritzt werden. Zwischen den Behandlungen sollte ein Abstand von 2 bis maximal 10 Tagen eingehalten werden. Es werden insgesamt nur wenige Milliliter injiziert. Nichtsdestotrotz kann in einigen Fällen kurzfristig, eine meist schmerzlose Schwellung auftreten, die bereits am Behandlungstag wieder vergeht. Eine Entlastung oder Ruhigstellung des Gelenks ist nicht notwendig.

Einige privaten Krankenkassen erstatten die Behandlung mit PRP und/oder Hyaluronsäure. Gerne händigen wir Ihnen vor der Therapie einen Kostenvoranschlag aus, damit Sie diesen mit Ihrer Kasse abklären können.

Neben der PRP- und Hyaluronsäurebehandlung setzen wir im Bereich des Kniegelenks bereits seit einigen Jahren auf die Behandlung mit Stammzellen. Durch das enge Zusammenspiel zwischen dem Hoffakörper, einem Fettkörper innerhalb des Kniegelenks, Entzündung, Degeneration und Umbauvorgängen ist uns die Verwendung von aus dem körpereigenen Fettgewebe gewonnenen Stammzellen möglich. Prof. Schoettle verfügt seit 2013 über ein umfassendes Wissen über die Verwendung von Stammzellen und deren Vorläufer in der Orthopädie. Mit seiner Expertise wenden wir in München bereits seit vielen Jahren ein Verfahren zur Behandlung der Gonarthrose an, das bereits in über 10.000 Fällen erfolgreich und sicher eingesetzt wurde. Auch die FDA (Food and Drug Administration, US-amerikanische Behörde für Lebens- und Arzneimittel) hat das Verfahren bereits nach Maßgabe ihrer Bestimmungen genehmigt.

Stammzellen können als „maintainance“ und gleichzeitig Reparaturzentrale unseres Körpers angesehen werden. Sie beginnen ihre Arbeit, wenn sie durch abgestorbene Zellen oder entzündetes Gewebe angelockt werden. Dabei wirken sie antientzündlich und besitzen gleichzeitig die besondere Fähigkeit, sich in das betroffene Gewebe differenzieren. Das heißt, sie entwickeln sich in einen stärker spezialisierten Zustand, der dem betroffenen Gewebe entspricht und leiten damit einen Reparaturvorgang ein. Zudem sorgen sie für die Ausbildung von neuen Blutgefäßen, sodass der Knorpel besser ernährt und somit in seiner Regeneration unterstützt wird. Werden Stammzellen aus der gleichen Ursprungsfamilie in zerstörtes Gewebe gebracht, so werden parallel drei Wirkungsmechanismen verfolgt: 1. Entzündungshemmung 2. Verbesserte Knorpelernährung durch Bildung neuer Blutgefäße 3. Replikation von Gewebe. Hierdurch wird im Vergleich zu anderen konservativen Maßnahmen die größte Wirkung erzielt.

Die Stammzelltherapie ist eine reine Selbstzahlerleistung und wird auch von den privaten Krankenkassen nicht übernommen. Die Kosten richten sich nach Grösse und Lokalisation des Defektes. Bitte informieren Sie sich über diese Möglichkeiten im Rahmen unserer Spezialsprechstunde für Stammzellen.

Prof. Dr. med. Philip Schoettle
KNEE AND HEALTH INSTITUTE MUNICH
Sprechzeiten Montag bis Freitag nach Vereinbarung

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