KNIEARTHROSE

Ursache - Diagnose - Therapie

WAS IST EINE KNIEARTHROSE?

Bei einer Kniearthrose kommt es zu einer Störung des Gleichgewichts zwischen Knorpelabbau und -aufbau, die eine Schädigung der Knorpelsubstanz zur Folge hat. Mit der Zeit wird der Knorpel weich, dünn und rissig, und die Belastbarkeit des Kniegelenks nimmt ab.

Im Verlauf kommt es zu einem fortschreitenden Verlust der Knorpelsubstanz bis hin zu einem freiliegenden Knochen, was dann als Arthrose bezeichnet wird. Darauf reagiert die Gelenkinnenhaut (Synovialmembran) mit einer Entzündung – einer reaktiven Synovitis („aktivierte Arthrose“). Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen sind die Folge.

Ist die schützende Knorpelschicht völlig verschwunden, sprechen Experten von einer sogenannten Knorpelglatze. In der Folge entstehen knöcherne Veränderungen, die eine Verformung des Gelenks (Arthrosis deformans) und knöcherne Anbauten verursachen.

Typische Symptome eines Knorpelschadens im Knie sind belastungsabhängige Schmerzen und Schwellungen.

Die Symptome der Arthrose im Knie sind je nach ihrem Entwicklungsgrad unterschiedlich. Sie beginnen zunächst mit Belastungs- und Anlaufschmerzen, insbesondere nach Ruhephasen, sowie Schwellungen und Ergüssen im Gelenk. Im fortgeschrittenen Stadium kommt es zum sogenannten Ruheschmerz des betroffenen Gelenks, einem Schmerz der ohne jegliche Belastung sogar während der Nachtruhe auftritt.

Individuell zum jeweiligen Stadium der Kniegelenkserkrankung gibt es verschiedenste Verfahren der konservativen oder operativen Therapie, um eine schmerzfreie Situation und einen verbesserten Bewegungsumfang herbeiführen können.

Therapie ohne Operation
Therapie ohne Operation Die Therapie der Kniearthrose hängt nicht nur von jeweiligen Stadium, sondern auch von den Ansprüchen und Lebensgewohnheiten des Patienten ab. Daher geht es in der konservativen Therapie darum, die persöniche Situation der betroffenen Person zu berücksichtigen und die von ausßen beeinflussbaren Faktoren zu reduzieren. Mittel der ersten Wahl sind Medikamente mit starker Schmerz- und Schwellungslinderung, die sogenannten nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAR) und Coxibe. Auch Nahrungsergänzungsmittel wie die Kombination von Glucosaminoglycan und Chondroitinsulfat haben nachweislich einen positiven Einfluss auf die Kniearthrose. Mitentscheidend ist, dass sich der Patient begleitend zur medikamentösen Versorgung regelmäßig bewegt und konsequent Physiotherapie betreibt. Die dadurch gesteigerte Muskelkraft und die Mobilisierung der Gelenke sind ein wesentlicher Baustein um die Symptomatik zu verbessern. Darüber hinaus haben sich in Vergangenheit auch Akupunkturbehandlungen sehr bewährt. Des Weiteren setzen wir orthopädische Hilfsmittel wie spezielle Tapeanlagen, Bandagen, Schienen und orthopädische Pufferabsätze zur Behandlung einer Gonarthrose ein.
Schoettle Patient

 

WIE ENTSTEHT EINE KNIEARTHROSE

Grundsätzlich unterteilen wir die Knie-Arthrose zunächst nach den zugrundeliegenden Ursachen ihrer Entstehung. Während nur in seltenen Fällen eine rein erbliche Veranlagung als auslösendes Ereignis einer Arthrose angenommen wird, ist die Kniearthrose oftmals das Resultat von mechanischen, entzündlichen, metabolischen oder chemischen Veränderungen. So führen mechanische Überlastungen und biologische Veränderungen der Gelenkhomöostase u.a. zu einer vermehrten Produktion von Stickoxiden und zu einer Störung des empfindlichen Gleichgewichts zwischen Knorpelaufbau und -abbau. Angeborene oder unfallbedingte Fehlstellungen des Kniegelenks beispielsweise bedingen eine Mehr- bzw. Überlastung eines Gelenkabschnitts und hierdurch eine teils vorzeitige Arthroseentstehung. Auch entzündliche Gelenkerkrankungen wie Rheuma oder die Volkskrankheit Gicht zählen zu den verursachenden Risikofaktoren der Arthrose im Kniegelenk.
Unabhängig von der Ursache verliert der Gelenkknorpel im Knie in der Folge an natürlicher Stabilität, wird dünn und spröde, wodurch die Belastbarkeit des Gelenks abnimmt.

Im Anfangsstadium der Kneiarthrose zeigt sich zunächst eine Rissbildung des Knorpels mit vermehrter Reibung und folglich einem verstärkten Knorpelabrieb. In diesem noch sehr frühen Stadium („Präarthrose“) besteht mithilfe einer Kombination aus konservativen und interventionellen Maßnahmen die Möglichkeit einer Umkehr der Arthroseentstehung. Neben minimalinvasiven oder achskorrigierenden Eingriffen steht hier die zusätzliche lokale Anwendung von Hyaluronsäure gemeinsam mit PRP (Platelet Rich Plasma) oder auch Stammzellen im Fokus der Therapie.
Als problematisch erweist sich die Arthrose auch bereits in ihrem Anfangsstadium, wenn die Gelenkalterung dem biologischen Alter vorauseilt. Im Vordergrund steht hier die Verlangsamung des fortschreitenden Gelenkverschleißes durch individuell angepasste Therapieformen. Hier muss unbedingt mit Hilfe der funktionellen Medizin und mittels life science der Stoffwechsel ihres Körpers nachhaltig verbessert, regelmässig kontrolliert, entsprechend angepasst und der Knorpel lokal behandelt werden.

Der Prozess der Arthroseentstehung ist gekennzeichnet durch einen fortwährenden Substanzverlust bis hin zum vollständigen Verlust von Gelenkknorpel mit Freilegung des darunter liegenden Knochen. Dieser Zustand beschreibt definitionsgemäß den eigentlichen Begriff Arthrose. Ist keinerlei schützende Knorpelschicht mehr vorhanden, so ist die Rede von einer Knorpelglatze oder auch „bone on bone“.

Im Gegensatz zum gängigen Verständnis, die Knie-Arthrose sei ein auf den Knorpel und Knochen beschränktes Krankheitsbild, handelt es sich genau genommen um eine das gesamte Gelenk (Kapsel, Bänder etc.) befallende Erkrankung. Die das Gelenk umgebende Gelenkinnenhaut (Synovialmembran) reagiert auf den Knorpel-Substanzverlust mit einer Entzündung, als reaktive Synovitis bezeichnet, und zeigt sich nach außen durch starke Schmerzen, Schwellung und Bewegungseinschränkungen. Diese Symptome, verursacht durch den Gelenkverschleiß, entsprechen dem Vollbild einer „aktivierten Knie-Arthrose“.

Im Endstadium des Arthroseprozesses stehen die Knochen ohne schützenden Knorpel aufeinander. Die Knochen sehen sich dadurch einer vermehrten Druckbelastung ausgesetzt, der sie durch Umbauvorgänge entgegen arbeiten. Einerseits verdichten und verhärten sie sich in den höher belasteten Bereichen, sie bilden die sogenannte Sklerosezone. Andererseits streben sie nach einer besseren Druckverteilung durch Vergrößerung der Kontaktflächen durch knöcherne Anbauten (Osteophyten). Diese Umbauprozesse resultieren schlussendlich in einer Gelenkverformung (Arthrosis deformans).

Knorpelschäden durch Verschleißerscheinungen oder Verletzungen im Bereich des Kniegelenks gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern in der orthopädischen Praxis. Neben den begrenzten lokalen Knorpelschäden steht hier insbesondere der generalisierte Knorpelverschleiß, die Arthrose, im Fokus.

Das im Kniegelenk als Gonarthrose bezeichnete Endstadium eines vollständigen Knorpelverschleiß´ manifestiert sich in der Regel mit den typischen Symptomen einer Arthrose wie belastungsabhängige Schmerzen und Schwellung im Knie.

Ursächlich für die Entstehung einer Gonarthrose ist in erster Linie die im Laufe des Lebens voranschreitende Gelenkabnutzung, die durch eine genetische Komponente zusätzlich beeinflusst werden kann. Zudem begünstigen Veränderungen in der Statik der Beinachse wie das O- oder X-Bein, die Folgezustände nach Unfällen im Kniebereich, ein insuffizientes Kreuzband, mangelnde körperliche Aktivität oder Übergewicht das frühzeitige Fortschreiten der Arthrose.

Insbesondere Fehlstellungen der Beine wie ein X- oder O-Bein bedeuten für das Knie eine unphysiologische, das heißt von der Norm abweichende, lokale Überlastung, wodurch sie das Risiko eines Knorpelschadens erhöhen und gehäuft zur frühzeitigen Arthrose führen. Um dieser „Alterung“ des Kniegelenks entgegenzuwirken, ist die Diagnose, Beobachtung und evtl. Behandlung zu empfehlen.

Prinzipiell äußert sich die Kniearthrose durch Schmerzen, Weichteilschwellung und Gelenkergüsse. Die Ausprägung und Intensität der Symptome hängt hierbei stark vom Entwicklungsgrad der Arthrose ab. Im Anfangsstadium dominieren neben Schwellung und Ergüssen die charakteristischen Belastungs- und Anlaufschmerzen, insbesondere nach Ruhephasen. Mit fortschreitender Erkrankung hingegen wandeln sich die Schmerzen zu einem Ruheschmerz, welcher ohne Belastung häufig sogar nachts auftreten kann.

Die degenerativen (verschleißbedingten) Veränderungen einer Arthrose begrenzen sich nicht allein auf den Knochen und Knorpel eines Gelenks. Die Gelenkinnenhaut reagiert auf den Substanzverlust  mit einer Entzündungsreaktion (reaktive Synovitis), die Sehnen zeigen sich zunehmend weniger flexibel und die gelenkumgreifende Muskulatur verhärtet. Das Kniegelenk ist aufgrund seiner Bauweise auf die sichere Führung durch seine Bänder und Muskulatur angewiesen. Durch die kompromittierte Situation der Bänder und eine wenig vitale und geschwächte Muskulatur sind chronische Schmerzen die Folge.

Angepasst an das jeweilige Arthrosestadium existieren eine Reihe unterschiedlicher  konservativer und operativer Verfahren, die allein oder in Kombination das Ziel von Schmerzfreiheit und einem verbesserten Bewegungsumfang verfolgen.

In unsere Therapieentscheidungen fließt neben der Diagnostik der zugrundeliegenden Ursache und dem Schweregrad des Knorpelschadens  (Lokalisation, Ausdehnung, Beteiligung des Knochens) die umfassende Analyse der Schmerzen unserer Patienten. Zudem spielen die Ansprüche und das Alter der Patienten eine entscheidende Rolle. Wir legen großen Wert darauf, nicht ausschließlich den Knorpelschaden sondern auch ursächliche Bandinstabilitäten und Beinfehlstellungen zu korrigieren.

Schoettle Spritze

 

WELCHE BESCHWERDEN TRETEN BEI KNIEARTHROSE AUF

Die Symptome einer Arthrose korrelieren stark mit dem jeweiligen Entwicklungsstadium einer Arthrose. Zu Beginn der Erkrankung beklagen Patienten neben einem Belastungs- und Anlaufschmerz, insbesondere nach Ruhephasen, Weichteilschwellungen und teils starke Gelenkergüsse. Mit fortschreitender Erkrankung kommt es hingegen zum sogenannten Ruheschmerz des betroffenen Gelenks, der trotz ausbleibender Belastung häufig sogar während der Nachtruhe auftritt.

Als charakteristisch für die Arthrose gilt vor allem der Anlaufschmerz. Er tritt am Morgen oder nach der ersten Bewegung nach einer Ruhephase ein und lässt mit zunehmender Aktivität allmählich nach. Der Patient „läuft sich also ein“.

Weiterhin hinweisgebend für die Arthrose ist ein typischer Belastungsschmerz bei Überbeanspruchung des Gelenks. Typischerweise beklagt der Patient mit Kniearthrose Schmerzen beim Treppe abwärts gehen, da hier ein vielfaches des eigenen Körpergewichts auf dem bereits geschädigten Gelenk lastet.
Ruhe- und Belastungsschmerzen sind die unverkennbaren Symptome einer Kniearthrose. Nichtsdestotrotz finden sich Ruheschmerzen und nächtliche Schmerzen typischerweise auch bei arthritischen und rheumatischen Gelenkbeschwerden, weshalb eine dezidierte Diagnostik stets zu empfehlen ist.

Das Ziel einer erfolgreichen Therapie der Kniearthrose besteht in der Herstellung einer schmerzfreien Situation und einem verbesserten Bewegungsumfang. Inzwischen stehen uns vielfältige konservative und operative Verfahren zur Verfügung, die uns individuell auf den Patienten zugeschnittene Therapien ermöglichen.

KNIESCHMERZEN - WAS TUN

Das Kniegelenk ist durch seinen komplizierten Bau und seine große Beweglichkeit eines der verletzungsanfälligsten Gelenke des menschlichen Körpers. Ein fein abgestimmter Apparat aus Bändern, Sehnen und Muskeln stabilisiert das Knie. Das Verständnis der Anatomie des Kniegelenks ist entscheiden: Das Kniegelenk ist abhängig von den Funktionen der verschiedenen Bänder und einer kräftigen Muskulatur. Aus diesem komplexen Zusammenspiel aus Knochen, Bändern und Muskeln können unterschiedliche Arten von Knieschmerzen entstehen Schmerzen sind ein Warnzeichen, das auf Überlastung, akute Verletzungen, Gelenkverschleiß, Stoffwechselstörungen oder Einklemmungen von Nervenbahnen hinweisen kann.

Sie können im Bereich des Kniegelenkes den Knochen, die Muskeln, die Bänder (Kreuzbänder oder Seitenbänder), den Knorpel oder den Meniskus betreffen. 

Wenn Sie Knieschmerzen haben, sollten Sie die Beschwerden möglichst genau beschreiben: Die Umstände, die Art, der genaue Ort und die auslösenden Bewegungen Ihres Knieschmerzes helfen bei der notwendigen Diagnose der Schmerzursachen. Es ist auch sehr hilfreich zu verstehen, bei welcher Aktivität die Knieschmerzen auftreten. Sollten die Schmerzen stechend sein und das Kniegelenk geschwollen sein, so ist meistens eine Verletzung der Auslöser, während eine Gelenkserkrankung oder eine rheumatische Erkrankung Entzündungen und eher brennende Dauerschmerzen verursachen.

Knie Anatomie

KNIEARTHROSE UNTERSUCHUNGEN BEI GELENKERKRANKUNGEN

ZUHÖREN ist das wichtigste Instrument bei der Anamnese (Befragung des Patienten). Die Geschichte eines Patienten nach seinen Empfindungen und Beobachtungen steht am Anfang jeder Untersuchung. Vor allem Fragen bei welcher Aktivität der Schmerz auftritt oder ob bereits der typische Arthrose Nachtschmerz, ein Unfall oder eine Voroperation vorliegen. Laborwertuntersuchungen können entzündliche Krankheitsprozesse der Gelenkerkrankung aufklären. Im Falle von Knochenschädigungen (Nekrosen) durch eine Gelenkerkrankung kann das Labor klären, ob eine Infektion Ursache der Kniearthrose ist

Die körperliche Untersuchung mit Betrachtung des Gangbildes, einer Gangbildanalyse und der Untersuchung des Kniegelenkes bezüglich Schmerzpunkten, Beweglichkeit, und Instabilitäten ist unabdingbar. Eine Gelenkerkrankung nur anhand eines Röntgenbildes zu diagnostizieren ist keine allzu detaillierte Vorgehensweise.

Bildgebung: das Patientengespräch und die direkte körperliche Untersuchung muss durch bildgebende Verfahren ergänzt werden.

Das wichtigste Instrument zur Diagnose einer Kniearthrose ist das Röntgenbild. Bereits hier sieht man Gelenkveränderungen, die auf eine Arthrose im Knie hinweisen. Das können knöcherne Randanbauten / Osteophyten und Gelenkspaltverschmälerungen sein. Aber auch ein Ultraschall zur Darstellung von Verkalkungen oder Ergüssen ist in vielen Fällen bei Arthrose notwendig und sinnvoll. Weitere Möglichkeiten, um eine Gelenkerkrankung bezüglich ihres Stadiums genau zu erkennen und einen individualisierten Therapieplan zu erstellen ist das MRT / : Magnetresonanztomografie.

Schoettle Sport

 

ARTHROSE PROPHYLAXE – WIE SOLLTE RICHTIG GEGEN GELENKERKRANKUNGEN VORGEBEUGT WERDEN

Häufige Gründe für eine Kniearthrose sind Lebensalter, Bewegungsmangel, Abnutzung und berufs- und sportbedingter Überlastung der Gelenke.

Arthrose kann aber auch als Folge von Unfällen, Brüchen und Sportverletzungen auftreten. Vor allem am Knie ist die Arthrose oft auf Sportverletzungen zurückführen. Eine der häufigsten Ursachen für frühe Kniearthrose ist beispielsweise eine Meniskusentfernung nach Meniskusriss. In vielen Fällen sind auch erbliche Ursachen für Arthrose verantwortlich: angeborene Fehlstellungen der Gelenke, X- und O-Beine, Hüftdysplasie, genetisch bedingte Knorpelschwäche oder andere erbliche Ursachen.

Gerade in diesen Fällen ist eine frühzeitige Behebung dieser Ursachen durch Verwenden von Einlagen, Kreuzbandrekonstruktion oder Osteotomien zur Achskorrektur enorm wichtig.

Zudem ist Sport aus mehreren Aspekten hilfreich: Fließende Bewegungen schmieren Ihre Gelenke auf natürliche Weise. In vielen Fällen kann man Gelenke aber durch Bewegung und einen guten Trainingszustand der umgebenden Muskulatur entlasten. Je besser die Muskulatur die Gelenke zusammenhält, um so besser wird die Gelenksfunktion unterstützt und die Knorpel entlastet. Regelmäßige Bewegung hilft bei der Ernährung des Gelenkknorpels. Weil Knorpel nicht durchblutet werden, ist ein Mindestmaß an Bewegung erforderlich um den Knorpel am Leben zu erhalten.

Durch Sport wird aber auch das Gewicht gehalten oder reduziert, was zu einer verminderten Dauerbelastung und damit Schonung des Knorpels beiträgt. Allgemein trägt ein normales Körpergewicht zu einer langzeitigen Schonung des Gelenkes bei.

Auch kann bei frühzeitigen Knorpelschäden die Injektion von Hyaluronsäure zur Heilung und Protektion des geschädigten Knorpels beitragen.

Häufig gestellte Fragen

WAS IST ARTHROSE UND WIE ENTSTEHT SIE?

Bei einer Arthrose kommt es zu einer Störung des Gleichgewichts zwischen Knorpelabbau und -aufbau, die eine Schädigung der Knorpelsubstanz zur Folge hat. Mit der Zeit wird der Knorpel weich, dünn und rissig, und die Belastbarkeit des Gelenks nimmt ab. Im Verlauf kommt es zu einem fortschreitenden Verlust der Knorpelsubstanz bis hin zu einem freiliegenden Knochen, was dann als Arthrose bezeichnet wird.

WELCHE SYMPTOME HAT MAN BEI ARTHROSE?

Arthrose ist selten durch erbliche Veranlagung ausgelöst, sondern meist Folge von Überlastungen Fehlstellungen, traumatischen Verletzungen oder entzündlichen Gelenkserkrankungen, wie Rheuma, Arthritis oder Gicht. Die Entstehung der Arthrose ist multifaktoriell. Das bedeutet, dass biologische und mechanische Einflüsse die Entwicklung der Erkrankung beeinflussen: eine Mischung aus Überlastung und biologischer Veränderung führt zu einer Störung des Gleichgewichts zwischen Knorpelabbau und -aufbau, die eine Schädigung der Knorpelsubstanz zur Folge hat. Mit der Zeit wird der Knorpel weich, dünn und rissig, und die Belastbarkeit des Gelenks nimmt ab.

WELCHES MEDIKAMENT HILFT BEI ARTHROSE?

Im akut schmerzhaften Zustand hilft die einmalige Infiltration von Cortison. Diese sollte aber nur in solchen Situationen und wegen der unerwünschten Nebenwirkungen äußerst selten verwendet werden. Ansonsten helfen nichtsteriodale Antirheuamtika wie Diclofenac, Voltaren, Acoxia u.ä. gegen Schmerzen. Für die Stärkung des Knorpels wird die Einnahme von Glukosaminen und Chondroitinsulfat

WIE KANN MAN GEGEN ARTHROSE VORBEUGEN?

Wenn möglich, sollte man Überlastungen vermeiden, wenn diese beruflich nicht unbedingt notwendig sind. Eine weitere Überlastung ist das Körpergewicht, das man durch eine ausgewogene, gesunde Ernährung normalisieren oder reduzieren sollte. Durch regelmäßige körperliche Aktivität wie Rücken- und Knieschule kann die Koordination und die Muskulatur verbessert und die Belastung auf das Knie reduziert werden. Vorligende Fehlstellungen und Instabilitäten sollten behandelt werden.

HYALURONSÄURE BEI KNIEARTHROSE

Hyaluronsäure ist eine Komponente der Gelenkflüssigkeit, der sogenannten Synovia. Bei Arthrose ist dieser Anteil aufgrund der entzündlichen Veränderungen vermindert, Wasser kann nicht mehr so gut gespeichert und der Knorpel nicht mehr resistenter gemacht werden. Durch die Gabe von hochmolekularem Hyaluron kann also im Fall einer Arthrose der Knorpel wieder aufgebaut und gestärkt werden. Wir verwenden Hyaluron daher immer bei ersten Anzeichen eines Knorpelschadens oder auch zur Prävention des Fortschreitens von Knorpelschäden bei zu erwartenden hohen Belastungen wie zum Beispiel am Anfang einer Skisaison, wenn zu erwarten ist, dass der Hyaluronsäuregehalt aufgrund der Belastung sinkt. Wir empfehlen 3 Injektionen mit einem Abstand von maximal 2 Wochen zwischen 2 Injektionen. Da die in den Hyaluronsäure Präparaten enthaltenden Partikel recht gross sind, verbleiben sie im recht lange im Gelenk bevor sie in die Blutbahn resorbiert werden. Wir stimmen daher die Art der Hyaluronsäure auf die zu behandelnden Pathologie ab. Hyaluronsäure Injektionen haben nur sehr wenig Nebenwirkungen. Ganz selten werden allergische Reaktionen beschrieben, die nach der Injektion vorübergehend Schmerzen verursachen können.

STAMMZELLEN BEI KNIEARTHROSE

Um Knorpel zu reparieren und die mit einer Arthrose auftretende Entzündung zu reduzieren,  regenerieren, sollte man mesenchymale Stammzellen verwenden. Da bekannt ist, dass die Dichte an mesenchymalen Stammzellen im Körperfett am höchsten ist – um ein 1000 faches höher als im Knochenmark oder der Nabelschnur – gewinnen wir unsere mesenchymlen Stammzellen und Perizyten fast ausschliesslich aus dem Körperfett. Die Verwendung der mechanisch aus dem Fett generierten Zellen wirken dann nicht nur der Entzündung entgegen, sondern haben auch die Möglichkeit, sich selbst zu vermehren und sich zu differenzieren. Durch die Normalisierung des umgebenden Milieus und die Bildung neuer Blutgefässe wird der Knorpel wieder ernährt und kann sich erholen. Diese Verfahren ist das derzeit höchstpotente biologische Zellverfahren und hat keinerlei Nebenwirkungen.

WAS IST EIN „SCHLITTEN“?

Mit einem Schlitten meint man eine Teilprothese von entweder der Innen- oder der Außenseite des Kniegelenkes. Da alle Bänder erhalten bleiben, erholen sich die Patienten deutlich schneller von diesem Eingriff als nach einer Totalprothese, auch da der Schnitt und damit der Weichteilschaden deutlich geringer sind. Bei guter Indikationsstellung und Operation sind Standzeiten von 15 bis 20 Jahren normal. Die Sportfähigkeit nach Teilprothese ist deutlich höher als nach einer Totalprothese.

PRP BEI KNIEARTHROSE

PRP sind die Wachstumsfaktoren aus dem Eigenblut. Bei der Gabe von PRP werden die Plättchen nach Injektion in die das Kniegelenk degranuliert und setzen verschiedene Wachstumsfaktoren frei. Diese gefäss- und endothelbildenden und insulin-ähnlichen körpereigenen Wachstumsfaktoren haben enorme Regenerationskräfte. Zudem aktivieren sie in geringem Masse die vor Ort präsenten Stammzellen. Wir empfehlen die 3 malige Gabe von PRP in ca. 1 wöchigem Abstand am besten in Kombination mit Hyaluronsäure als Trägersubstanz.

WAS KOSTET EINE BEHANDLUNG

Während die Hyaluronsäure- und die PRP Therapie von manchen privaten Krankenkassen übernommen wird, ist die Stammzellbehandlung eine reine Selbstzahlerleistung und wird auch von den privaten Krankenkassen nicht anerkannt. Bitte setzen Sie sich bezüglich der exakten Kosten mit uns in Verbindung. Dazu sollte in einem Gespräch fest gestellt werden, ob und welche Art der Zelltherapie am besten geeignet ist.

WAS KANN ICH NACH EINER KNIEPROTHESE NOCH MACHEN?

Unabhängig vom Prothesentypen sind leichte körperliche Betätigungen wie Bergwandern, Fahrrad fahren, nordic walking, schwimmen, golfen etc. möglich. Wechselrichtungssportarten wie Tennis, Skifahren, Fussball etc. können mit einer Teilprothese bedenkenlos durchgeführt werden, sollten aber mit einer Vollprothese in verminderte Intensität betrieben werden.

Weitere Fragen zur Kniearthrose
PRP-Therapie

Bei der Gabe von PRP / Blutplasmatherapie werden die Plättchen aus Eigenblut gewonnen und nach Injektion in die betroffene Region degranuliert und setzten verschiedene Wachstumsfaktoren frei. Diese gefäss- und endothelbildenden und insulin-ähnlichen körpereigenen Wachstumsfaktoren haben enorme Regenerationskräfte.

Bewertungen über Prof. Dr. Schoettle
Bekam ein Bracing nach Riss des vorderen Kreuzbandes im Februar 2019. Die Betreuung, der Ablauf der OP, das funktionelle Ergebnis sowie die Nachbetreuung durch den Physiotherapeuten waren perfekt. Bereits 1 Woche postoperativ konnte ich wieder in meiner Praxis arbeiten, nach 12 Wochen gehe ich meinen Sportarten Schwimmen, Joggen und Taekwon Do wieder nach. Herr Prof. Dr. Schöttle hält, was er verspricht. Als Patientin und Kollegin ein herzlicher Dank!"
jameda
Unser Sohn 15 Jahre wurde nach einer Patellaluxation von Prof.Dr.Schöttle operiert, von Anfang an fühlten wir uns hervorragend betreut. Das MPFL wurde rekonstruiert, absolut perfekt!! Knie war schon nach 5 Wochen frei beweglich und immer schmerzfrei. Unser Sohn konnte nach 6 Wochen schon sein erstes Golfturnier spielen! Herzlichen Dank, absolut empfehlenswerter Spitzenchirurg!!"
jameda
Dr. Schoettle hat vor einigen Jahren mein verpfuschtes Knie gerettet und ich bin seitdem sogar komplett! beschwerdefrei und gehe sogar wieder Skifahren! Besser hätte es nicht laufen können und ich bin ihm dafür sehr dankbar."
jameda
Mitglieder in folgenden Wissenschaftlichen Vereinigungen:

Prof. Dr. med. Philip Schoettle
KNEE AND HEALTH INSTITUTE MUNICH
Sprechzeiten Montag bis Freitag nach Vereinbarung

© Copyright – Schoettle
Datenschutz | Impressum

Spezialwebsite: www.knie.expert | www.stammzellentherapie.expert

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen